BUKO 2023 in Trier

Vom 16. bis 19. September fand in Trier mit 18 Teilnehmenden aus 8 der 11 im Bundesverband vertretenen Diözesan- und Bistums-Kirchenmusikerverbände die diesjährige Bundeskonferenz des BKKD statt. Schwerpunktthemen waren – neben dem Geschäftsbericht des Bundesvorstandes und den Tätigkeitsberichten der Mitgliedsverbände – die Umsetzung struktureller Veränderungen am Beispiel des Erzbistums Trier und „Gottesdienstliches Singen“ aus wissenschaftlicher Sicht, präsentiert durch Professor Dr. Jochen Kaiser, Rektor der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen.

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Orgelführung und „Oktoberfest“ als Auftakt

Den Auftakt der BUKO bildete eine Orgelführung im Hohen Dom zu Trier. Domorganist Josef Still informierte über die Geschichte der Domorgeln und die Besonderheiten der 1974 vom Bonner Orgelbauer Johannes Klais erbauten „Schwalbennest“-Orgel mit ihren 67 Registern. Die 5.602 Pfeifen der Orgel verteilen sich in dem hängend montierten, 30 Tonnen schweren Gehäuse mit einer Höhe von 16 Metern und einer Breite von 8 Metern auf vier Werke, die in 5 Etagen angeordnet sind. Neben vier Manualen und Pedal verfügt die Orgel über ein mechanisch gesteuertes „Pan“-Register, das mit seinen 5 Pfeifen im Fuß des Gehäuses hinter einer Klappe verborgen ist: der drehbare Kopf der Figur des Hirtengottes spielt die als Panflöte angeordneten Pfeifen über einen im Kopf eingebauten Schlauch einzeln an. Armin Lamar – Regionalkantor in Saarbrücken und Schriftführer im Trierer Kirchenmusikerverband – präsentierte den Klang der Hauptorgel mit Werken von Max Reger, Johann Sebastian Bach und Cor Kee, bevor die Teilnehmenden zur Besichtigung des Spieltisches eingeladen waren. Anschließend waren die Teilnehmenden zum privaten „Oktoberfest“ im Garten des in Deggendorf geborenen Domorganisten eingeladen, bevor der Abend in einer Weinwirtschaft ausklang.

Tätigkeitsberichte und Aktuelle Themen

Nach dem fakultativen Besuch der Dommesse und dem Mittagessen folgte der erste Tagungsteil mit dem Geschäftsbericht des Bundesvorsitzenden Dieter Leibold und dem Kassenbericht durch Johannes Koop. Leibold dankte insbesondere dem Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart, der 2022 als mit 196 Mitgliedern mitgliederstärkster Diözesan-Verband den BKKD-Auftritt auf dem Katholikentag in Stuttgart ermöglicht und maßgeblich unterstützt hat. Im Anschluss standen „aktuelle Themen“ auf der Tagesordnung wie der Versicherungsschutz für Verbände und Verbandsvorstände, Fördermöglichkeiten über den BMCO (Bundes-Musikverband Chor und Orchester) im „Zentrum für Amateurmusik“ in Trossingen, die steuerrechtliche Behandlung von Chorleitern und Organisten, die Erfassung von Arbeitszeiten und die BKKD-Präsenz auf dem nächsten Katholikentag in Erfurt. Werner Grothusmann – „Urgestein“ des Trierer Verbands – wurde von Leibold für seine langjährige Tätigkeit gewürdigt und zum Ehrenmitglied ernannt.

Es folgten die Tätigkeitsberichte der einzelnen Mitgliedsverbände. Hier reichte die Bandbreite von drohender Auflösung wegen sinkender Mitgliederzahlen und fehlender Aktivität der Mitglieder über notwendige Neu-Orientierung aufgrund struktureller Veränderungen in den Diözesen und Bistümern bis hin zu beispielgebenden und vorbildlichen Angeboten zur Förderung von Kirchenmusik und Berufsstand. Ziel ist es, die bestehenden Mitgliedsverbände in der Zukunft noch stärker zu vernetzen und Kirchenmusikerverbände auch in Bistümern und Diözesen zu installieren, die bislang noch keinen Berufsverband gegründet haben, denn – so ein Fazit: Kirchenmusikerinnen und -musiker brauchen eine „starke Stimme“, auch in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Pastoral und Verwaltung. Das anschließende Abendessen diente dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch und ließ den inhaltsreichen Tag gesellig ausklingen.

Anregungen aus der Praxis und musikwissenschaftliche Studie

Am Abschlusstag stellte der Trierer Kirchenmusikreferent Thomas Sorger die strukturelle Umstellung im Erzbistum Trier und ihre Auswirkungen auf die Kirchenmusik vor. Er griff damit eine komplexe Thematik auf, der sich zukünftig auch andere Bistümer und Diözesen werden stellen müssen, die dann von den Erfahrungen aus Trier profitieren können. „Wie fühlen sich Menschen, wenn sie im Gottesdienst singen?“ lautete die Ausgangsfrage der musikwissenschaftlichen Studie von Prof. Dr. Kaiser, die die Wirkung und Wahrnehmung von Musik im kirchlichen Kontext in den Blick nahm. Neben dem Auslösen von Emotionen und Zugehörigkeitsgefühl nannte Kaiser fünf Gegensatz-Paare, anhand derer er Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen kirchlicher und weltlicher Musik aufzeigte und gemeinsam mit den Teilnehmenden in Arbeitsgruppen und mit Praxisbeispielen Ideen für eine gelingende, vielseitige und zukunftsfähige Kirchenmusik entwickelte. Verglichen wurden Stadiongesänge beim Fußball mit kirchlichen Gesängen im Gottesdienst, Klang mit Rhythmus, Kunstmusik mit Alltagsmusik, „just singing“ mit „really worshipping“ sowie das Erleben mit dem Beurteilen von Musik. Im Anschluss zeigte Kaiser Beispiele für die Verknüpfung von Sinn- und Erlebniskultur und die Aufgaben und Möglichkeiten einer modernen „Singleitung“. Nach der Entlastung des Vorstands und der Planung der nächsten Bundekonferenzen endete die BUKO mit Kaffee und Kuchen und dem guten Gefühl, wertvolle Ideen und Beispiele in die Mitgliedsverbände mitzunehmen.

Eine Zukunftsvision für die Kirche

Klaus Pfeffer, Generalvikar im Bistum Essen auf: www.futur2.org

„Christen – das sind interessante Leute“, werden viele Menschen sagen, die auf Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche treffen, die der christlichen Kirche angehören.  „Sie haben etwas“, sagt man von ihnen, ohne so genau formulieren zu können, was das genau ist. Sie strahlen etwas aus. Sie ruhen in sich, getragen von einer inneren Kraft, einer Überzeugung, die sie leitet.

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SAVE THE DATE: BUKO 2023

Vom 16. – 18. September findet in Trier die diesjährige Bundeskonferenz der Diözesanverbände statt.

Neben den Verbandsthemen geht es in diesem Jahr um das Thema „Singen im Gottesdienst“ mit Prof. Dr. Jochen Kaiser als Referent.

Die Einladungen werden an die Diözesanvorsitzenden verschickt.

Kalte, nicht-geheizte Kirchen

Was tun, wenn es in der Kirche plötzlich nur noch 5 Grad sind…?

Die Energiekrise (aber auch klimapolitische Überlegungen) haben dazu geführt, dass in vielen Kirchen die Heizung im Winter kalt bleibt, oder dass nur sehr sparsam geheizt wird.

Für Kirchenmusiker*innen und auch für die Chöre ist das keine leichte Herausforderung. Auch für Instrumente, vor allem Blasinstrumente sind die kalten Kirchen keine gute Voraussetzung fürs Musizieren.

Der BKKD hat zusammen mit dem Pueri-Cantores-Verband, dem ACV und der AGÄR ein Schreiben an die Generalvikare der deutschen Bistümern verfasst, in dem auf die verschiedenen Probleme hingewiesen und um entsprechende Unterstützung gebeten wird. Das Schreiben steht zur Information hier zum Download bereit.

Zur Information können Sie hier auch das Merkblatt „Nicht-Heizen 2022“ – herausgegeben vom Bund Deutscher Orgelbaumeister.

Laut Arbeitsstättenverordnung muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass der Arbeitsplatz ein „gesunder“ Arbeitsplatz ist. Um die Umgebungstemperatur rund um den Orgelspieltisch in kalten Kirchen etwas anzuheben, empfehlen sich Heizparavents oder (kostengünstiger) Terassenstrahler. Es gibt viele Anbieter: hier zwei als Beispiel.

Wärmeparavents

Terrassenstrahler (kostengünstiger)

Orgelkultur – Nachwuchs, Vermittlung, Zukunft

Quelle: www.visionkirchenmusik.de

Symposium für Kirchenmusiker*innen und Studierende der Kirchenmusik, Orgelbauer*innen und Musikvermittler*innen

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers verfügt über eine Orgellandschaft von international herausragender Bedeutung. Das Symposium von VISION KIRCHENMUSIK und der Orgelakademie Stade widmet sich der Frage, wie dieses kulturelle Erbe zeitgemäß vermittelt und zukunftsweisend weiterentwickelt werden kann.

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